Nachdenkliches . . .

WIE KONNTEST DU NUR ??????
Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich “dein Kind” und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich “ermordete”, wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich “ungezogen” war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: “Wie konntest Du?” – aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen.
Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, “zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund”, sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.
Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um “Karriere” zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen “menschlichen Partner” finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein “Hundeliebhaber”, aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst!
Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein “Gefangener der Liebe”. Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze.
Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst.
Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit “Ja” und wechselst das Thema. Ich war früher “Dein Hund” und bin heute “nur ein Hund”!
Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der “ich” deine Familie war.
Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde . Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit “Papieren”, Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie “Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!” Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, “guten Platz” für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich … “Wie konntest Du?”
Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tage. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde.
Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab.
Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: “Wie konntest Du?”. Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, “Es tut mir leid!”. Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.
Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein “Wie konntest Du?”, nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.
Einige Worte des Autors: Wenn “Wie konntest Du?” Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen.
aus „Saupacker vom Temnitztal“

Gefahren in Haus und Umwelt

 

Sicherheit geht vor – auch bei unseren Samtpfoten

Eine Welt voller Abenteuer

Ob eine Katze Freigänger ist oder nicht, hängt von ihrer vorherigen Haltung und ihren charakterlichen Eigenschaften ab. Von Ihrer aktuellen Wohnlage hängt es ab, ob Sie einer Katze Freigang gewähren können. Wenn Sie sich aufgrund Ihrer Wohnsituation für eine Wohnungskatze entschieden haben, sollten Sie ihr die Haltung in der Wohnung so angenehm wie möglich machen. Gestalten Sie Ihre Wohnung in einen „Abenteuerspielplatz“ um. Einen gesicherten Balkon oder Garten wird die Katze ebenfalls gerne annehmen.
Wohnungskatzen sollten, wenn möglich, zu zweit gehalten werden.
Gegen viele Gefahren, die draußen und drinnen drohen, können Sie Ihre Katze schützen. Am einfachsten geht das, wenn Sie sich die neue Welt des kleinen Tigers einmal aus dessen Perspektive
ansehen und berücksichtigen, dass alle Katzen neugierig und verspielt sind und keiner Jagd-Herausforderung widerstehen können. Denken Sie aber auch daran, dass Ihre Katze sich gegenüber
alteingesessenen Katzen erst noch bewähren muss. Vor allem in kleinen Reihenhausgärten kann es in den ersten Tagen des „Ausgangs“ zu lautstarken Auseinandersetzungen mit Artgenossen
kommen, die ihr Revier nicht ohne weiteres teilen möchten.

Sicherheit in den vier Wänden schaffen
– Kippfenster durch Einsätze gegen Durchschlüpfen abdichten
– Wasch- und Spülmaschine, Backofen, Mikrowellenherd geschlossen halten
– Herdplatten und Steckdosen mit Kindersicherung versehen
– Giftpflanzen außer Reichweite aufstellen oder entfernen
– Lacke, Putzmittel, Chemikalien, Medikamente katzensicher verschließen

Sicherheit draußen
– Balkon mit Netz oder Gitter verkleiden
– Garten ausbruchsicher einzäunen
– Teich, Swimming-Pool, Regentonnen abdecken oder mit Ausstiegsmöglichkeit versehen

Wichtig für Freilaufkatzen!
– Notieren Sie die Chip- oder Tattoonummer.
– Verzichten Sie auf das Anlegen eines Halsbandes.
– Verwenden Sie anstelle eines Zeckenhalsbandes Floh bzw. Zeckenabwehrmittel, die Sie nach dem „Spot-on-Verfahren“ auftragen können.
– Lassen Sie die Katze beim Deutschen Haustierregister eintragen.
– Lassen Sie Ihre Freigängerkatze kastrieren, um nicht zum weiteren Wachstum der frei lebenden Katzenpopulation beizutragen. Sie können damit auch die Gefahr der Übertragung von Krankheiten minimieren.emdkörper, die verschluckt werden können (z.B. Nähgarn), unbedingt außer Reichweite aufbewahren.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

 

Giftige Pflanzen für Katzen

Da Katzen gerne an „Grünzeug“ nagen, kann es vorkommen, dass sie sich an Pflanzen zu schafffen machen, die für sie unverträglich sind, wobei es dann sogar zu Vergiftungen kommen kann.

Stellen Sie Ihrer Katze daher immer unbedingt spezielles für die Katze ungefährliches „Katzengras“ zur Verfügung.

Zu den giftigen Pflanzen gehören z. B. Wolfsmilchgewächse, wie z. B. Weihnachtsstern, Christusdorn oder Kroton. Der hier enthaltene Milchsaft ist für die Katze gefährlich.

Auch Philodendron, Efeu, Oleander, Korallenbäumchen und Mistel kann für die Katze bisweilen tödliche Folgen haben.

Auch auf Primeln, Narzissen, Schleierkraut, Dieffenbachia, Kalla und Topfazaleen sollten Sie verzichten. Ebenso ist die Grünlilie nicht ganz ungefährlich.

Auch im Garten gibt es einiges was für die Katzen giftig sein kann, wie z. B. Goldregen, Nachtschattengewächse, wie Stechapfel, Hyazinthe, Schnee- und Maiglöckchen, Buchsbaum, Herbstzeitlose, Rittersporn, einige Farnarten, Kartoffeln und Rhabarber.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen tun Sie Ihrer Katze hiermit etwas Gutes:

Ackerminze, Baldrian, Echter Thymian, Feldthymian, Goldmelisse, Großblütige Nachtkerze, Katzenminze, Mutterkraut, Wasserminze, Zitronenmelisse oder Zyperngras.

 

Bitte beachten Sie, dass diese Auflistung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es gibt durchaus noch eine weitere große Anzahl schädlicher und unschädlicher Pflanzen.

Also informieren Sie sich und achten Sie genau darauf, was Sie in Haus und Garten pflanzen.

Todesgefahr für Katzen und andere Tiere

In Abfallsäcken entsorgte Lebensmittel- und Futterdosen stellen eine große Gefahr für Katzen und andere Tiere dar. Katzen reißen die Abfallsäcke auf und durchsuchen diese vor allem nach etwas Fressbaren. Oft schieben sie ihre Köpfe in Lebensmittel- und Futterdosen und stecken fest. Alleine können sich die Katzen aus ihrer „Gefangenschaft“ nicht mehr befreien und sterben einen langen und qualvollen Tod, wenn sie nicht rechtzeitig gefunden werden.

Sie können helfen diese Gefahr zu beseitigen.

Bitte drücken Sie die Dosen zusammen, so dass die Katzen deren Kopf oder Pfoten nicht mehr in die Dosen bekommen.

Durch diese kleine Handlung helfen Sie den Tieren und verhindern unnötiges und grausames Leiden!

Vielen Dank!

 

Fliegenfänger sind gefährlich!

Eine traurige Geschichte erreichte uns in den letzten Tagen. Diese Art von Fliegenfängern hatte jemand in seinem Haus angebracht. Eines schönen Tages – alle Fenster waren geöffnet – hatte sich ein Singvogel in dieser Wohnung verirrt. Beim Versuch, dem kleinen Vögelchen zu helfen, geriet der Vogel in Panik und flog in den Fliegenfänger. Natürlich hatte der Vogel versucht, sich zu befreien, und blieb immer mehr mit seinem Gefieder an dem Fliegenfänger kleben, bis er bewegungsunfähig war.

Der Vogel wurde noch zu einem Tierarzt gebracht, der ihn aber leider nicht mehr retten konnte.

 

Können Katzen schwitzen?

Bei den extrem sommerlichen Temperaturen fragt man sich, wie manches Tier damit zurecht kommt.

Katzen verfügen an den Unterseiten ihrer Pfoten über Schweißdrüsen, die für den Wärmeaustausch verantwortlich sind und worüber sie dann bei zu viel Wärme Schweiß absondern können.

Auch über ihre Ohren können sie bedingt Wärme ableiten oder beim Hecheln über ihre Zunge durch Verdunsten des Speichels für Kühlung sorgen.

Wenn die Katze sich großflächig übers Fell leckt kann sie durch das nasse Fell ebenfalls für Abkühlung sorgen.

Bei extrem nassen Fußabdrücken oder sehr starkem Hecheln der Katze muss allerdings auf jeden Fall ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

 

Sommerzeit ist Madenzeit

Gerade im Sommer besteht Hochkonjunktur für Madenbefall.
Auch wenn prinzipiell alle Tiere gefährdet sein können, so sind Tiere in Außenhaltung eher betroffen. Ein wichtiger Faktor hierbei spielt die Hygiene im Stallbereich.

Fliegen werden von Kot und Urin als auch von kotverklebtem oder verfilztem Fell angelockt und finden hier gute Entwicklungsbedingungen. Auch offene Wunden oder Entzündungen der Tiere bieten ideale Bedingungen. Ebenso Hautfalten, z. b. bei stark übergewichtigen Tieren.

Besonders bei den derzeitigen feucht-warmen Wetterperioden ist die Gefahr für Madenbefall erhöht.
Da Fliegenmaden bei günstigen Bedingungen bereits nach 24 Stunden großen Schaden anrichten können, sollte eine tägliche Kontrolle der Tiere erfolgen. Besonderes Augenmerk sollte hierbei auf die Analregion gelegt werden. Bei Anzeichen von Kotverklebungen oder Durchfall sollten die entsprechenden Stellen gründlich gesäubert werden.

Die von den Fliegen – bevorzugt in der hinteren Körperregion abgelegten Eier können sich innerhalb von wenigen Stunden zu Maden entwickeln, die sich dann in die Haut des Tieres einbohren, hier Entzündungen verursachen und sogar in die Muskulatur eindringen oder Organe angreifen können.

Sollten Sie Madenbefall bei Ihrem Tier feststellen, ist ein Gang zum Tierarzt unumgänglich.

Zusammenleben mit Tieren

Welpen brauchen Familienanschluss …

… und zwar zu ihren Artgenossen.

Gerade in den ersten Lebenswochen ist es ganz wichtig, dass die Welpen – egal, ob Hund oder Katze, mit der Mutter und ihren Wurfgeschwistern aufwachsen und zusammenleben.

Denn diese soziale Prägungsphase ist für die Entwicklung der Welpen in den ersten Wochen enorm wichtig. Eine zu frühe Trennung von Mutter und Geschwistern kann im schlimmsten Fall zu Verhaltensstörungen der Tiere führen.

Sollten Sie sich einen Welpen zulegen wollten achten Sie darauf, dass das Tier am besten erst ab der 12. Lebenswoche bei Ihnen einzieht.

Dann haben die Welpen in der eigenen Familie genug gelernt und sind reif für den Einzug in ihr neues Leben.

Katzen sind sensibel…

und können auf grundlegende Veränderungen in ihrem Lebensbereich entsprechend reagieren.

Sei es ein Umzug, das Renovieren oder Umräumen in der Wohnung, das plötzliche Aussperren aus bisher zugänglichen Zimmern, ein neuer Mitbewohner – zweibeiniger oder vierbeiniger Art – dies alles kann dazu führen, dass die Katze Stress hat oder ihrem Unmut darüber Ausdruck verleiht.

Wichtig ist hier ein verständnisvoller Umgang und ein vertrautes Verhältnis zwischen Mensch und Tier, um hier mit viel Feingefühl und Geduld die Situation wieder ins Gleichgewicht für Mensch und Tier zu bringen.

Vieles lässt sich ggf. schon durch kleine Veränderungen bewirken, wichtig ist  auch die Beschäftigung mit der Katze und das „Verstehen lernen“ – damit Mensch und Katze wieder glücklich werden.

Wie gewinnt man das Herz einer Katze?

  • Katzen mögen es, wenn man leise und freundlich mit ihnen spricht
  • Anstarren ist bei Katzen eine Drohgebärde, besser ist es wenn man zwischendurch zwinkert, das signalisiert eine freundliche Gesinnung
  • Seien Sie diskret: Bei der ersten Kontaktaufnahme nicht gleich anfassen, besser ist es man unterbreitet der Katze ein Spielangebot, etwa mit einer Katzenangel oder einem Federwedel, um sich ihr anzunähern.
  • Bei einer Katze, die vielleicht grad erst eingezogen und noch nicht heimisch ist: Vermeiden Sie laute, fremde Geräusche (den Staubsauger also in den ersten Tagen nicht unbedingt nutzen)
  • In der Phase, in der sich gerade erst ein vertrautes Verhältnis zum Menschen bildet (und das kann tlw. einige Zeit dauern) gilt: Festhalten ist tabu!
  • Zeit und Geduld sind für den Umgang mit Katzen unbedingt nötig.
  • Loben bitte auch nicht vergessen!
  • Und nicht zuletzt: Liebe geht durch den Magen – auch Katzen sind in gewisser Weise bestechlich

Haustier und Urlaub

Da ist es für Tierbesitzer um so wichtiger rechtzeitig zu planen. Denn man sollte frühzeitig wissen, ob das Haustier mit in den Urlaub fährt, zu Hause versorgt wird oder eine Unterbringung in einer Tierpension in Frage kommt.

Ein Hund ist z. B. am liebsten bei seinem Herrchen/Frauchen und da ist ein gemeinsamer Urlaub das Allerschönste. Wichtig ist nur, dass es für den Vierbeiner auch eine stressfreie Anreise und Urlaubszeit wird.

Katzen und andere Kleintiere bleiben lieber in ihrer vertrauten Umgebung. Hier wäre eine Versorgung in den eigenen 4 Wänden durch ein Familienmitglied, einen Freund oder Bekannten das Beste.

Alternativ gibt es aber auch die Möglichkeit der mobilen Tierbetreuung für Katze & Co. Oder auch die Möglichkeit der Unterbringung in einer Tierpension.

Wichtig ist, sich rechtzeitig darum zu kümmern und Informationen der einzelnern Anbieter einzuholen. Wie ist die Versorgung dort, wie der Tagesablauf usw.

Ggf. sollte man auch eine Vorab-Besichtigung vor Ort machen. Denn wichtig ist der erste Eindruck und das eigene Gefühl, ob es dem Vierbeiner dort auch gut geht.

Und egal ob das Tier mit in den Urlaub fährt oder in einer Tierpension untergebracht wird.

Wichtig ist ein aktueller Impfschutz.

Also – nicht vergessen auch für die vierbeinigen Familienmitglieder rechtzeitig den Urlaub mit zu planen.

Ohne Tier in den Urlaub – Checkliste für die Urlaubszeit

Sollte Ihr Haustier nicht mit in den Urlaub fahren und anderweitig untergebracht oder versorgt werden, geben wir  Ihnen nachfolgend eine Checkliste, die für den Sitter oder die Tierpension wichtig ist:

Futter: Welche Sorten / Welche Zeiten / Wie wird gefüttert?

Allergien: Gibt es irgendwelche Allergien?

Medikamente: Bekommt Ihr Tier Medikamente? Welche Dosierung?

Vorlieben / Eigenarten: Was gibt es zu beachten?

Verträglichkeit: Wie verträgt sich Ihr Tier mit Artgenossen oder  mit anderen Tieren?

Tierarzt: Welcher Tierarzt ist der Ansprechpartner?

Erreichbarkeit: Wie sind Sie ggf. im Urlaub notfalls zu erreichen?

Alternative Ansprechpartner: Wer ist ggf. vor Ort noch ein alternativer Ansprechpartner

 

Absetzbarkeit von Betreuungskosten für Haustiere

Laut einem Urteil des Finanzgerichtes Düsseldorf (Az: 15 K 1779/14 E) können Kosten für die Betreuung eines Haustieres steuerlich abgesetzt werden.

Eine Katzenbesitzerin hatte für die Zeit ihrer Abwesenheit eine Betreuerin mit der Katzenversorgung beauftragt. Hierfür wurden 300 € in Rechnung gestellt.

Diese Kosten machte die Katzenbesitzerin in ihrer Einkommenssteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend.

Wie das Finanzgericht Düsseldorf nun entschied – zu Recht!

Allerdings sind hierfür bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen:

So muss u.a. die Pflege im Haushalt des Tierbesitzers stattfinden und nicht in einer Tierpension. Zudem darf der Rechnungsbetrag nicht bar gezahlt werden sondern muss überwiesen werden.

Sport mit Hund

Für einen Hund ist Sport mit dem Menschen wie die gemeinsame Jagd im Rudel. Die meisten Hunde lieben gemeinsame sportliche Aktivitäten, wie Joggen, Radfahren oder Wandern.

Es unterstützt die Bindung zwischen Mensch und Tier.

Allerdings sollte die Kondition des Tieres auch entsprechend gut sein und der Sport auch zu den Befürfnissen des Tieres passen. So ist für einen Mops oft schon ein einfacher Spaziergang anstrengend und sportliche Aktivität nicht geeignet. Auch sehr schwere Hunde, wie z. B. Neufundländer oder Bordeaux-Doggen sind nicht unbedingt für lange Radtouren gemacht. Am besten geeignet sind mittelgroße Hunde.

Wichtig ist auch, dass die Tiere ausgewachsen sind, bevor sie große sportliche Aktivitäten bestreiten.

Interessant ist für das Tier Abwechslung, je abwechslungsreicher die Landschaft, um so interessanter die Tour. Am besten auf nicht asphaltierten Wegen, nach Möglichkeit ohne Leine, damit der Hund auch mal schnuppern, anhalten oder einen Sprint einlegen kann.

Ist ein Hund nicht gut erzogen, kann das allerdings zum Problem werden. Daher ist es wichtig, sein Tier auch ohne Leine unter Kontrolle zu haben.

Auch ein Wasservorrat ist wichtig bei längeren sportlichen Aktivitäten. Für Mensch und Tier.

Wer unsicher ist über den Zustand des Tieres für sportliche Aktivitäten kann auch seinen Tierarzt fragen. Er kann den gesundheitlichen Zustand i. d. R. gut beurteilen.

 

Kleintiere naturnah ernähren

Falsches Futter kann häuftig die Ursache sein, wenn Kleintiere unter gesundheitlichen Problemen leiden.

Vorbeugen kann man hier mit einer möglichst naturnahen Ernährung.

Nager und Kaninchen fressen in der Regel über den Tag verteilt immer wieder kleine Portionen.

Sie brauchen daher vor allem energiearme und faserreiche Kost. Heu bietet hier eine gute Grundversorgung.

Auf hohen Fettanteil, Zucker und chemische Zusätze im Futter sollte verzichtet werden.

Löwenzahn, Brennessel, Ringelblume, Gänseblümchen, Melisse, Lindenblüten, Petersilie oder Kamille sorgen für wichtige Vitamine – aber bitte unbehandelt aus dem eigenen Garten oder aus dem Bioladen.

Auch Gemüse, wie Möhren, Paprika oder Gurken bieten viele Vitamine.

Wenn die Tiere keine frische Kost gewohnt sind, dann ist es anfangs wichtig, nur kleine Portionen zu füttern, damit die Verdauung sich langsam umstellen kann.

Da es bei den Kleintieren aber durchaus Unterschiede gibt, was die Verträglichkeit von Frischkost angeht sollten Sie sich vorab genau informieren, welche Frischkost für Ihr Tier bekömmlich ist.

Zur vollwertigen Ernährung gehören auch Körner und Samen – hier kommt es auf die richtige Mischung an – passend auf die jeweilige Tierart zugeschnitten.

 

Welches Tier passt zu mir ?

Wenn Sie überlegen, sich ein Tier anzuschaffen, sollten Sie zunächst überlegen, welches Tier auch wirklich zu Ihnen und Ihrem Umfeld passt.

Informieren Sie sich rechtzeitig über die Bedürfnisse des neuen Familienzuwachses.

 

Hunde z. B. lieben das Zusammenleben mit dem Menschen, sie brauchen eine konsequente Erziehung, viel Bewegung und täglich mehrfach Auslauf.

Katzen sind in der Regel sehr abenteuerlustig, möchten selbst bestimmen und brauchen viel Ansprache.

Meerschweinchen und Zwergkaninchen sind tagaktive Tiere und sehr gesellig, sollten also mindestens zu zweit gehalten werden. Sie brauchen eine großzügige Unterkunft mit viel Auslauf. Und sind für sehr kleine Kinder nicht unbedingt geeignet.

Goldhamster sind eher Einzelgänger, nachtaktiv, sehr lauffreudig und brauchen zum Glücklichsein eigentlich unterirdische Röhrensysteme, die sie sich selbst graben. Von daher für die Wohnungshaltung nicht unbedingt geeignet.

Ratten sind sehr soziale Lebewesen und sollten daher nicht alleine gehalten werden. Sie brauchen geräumige Unterkünfte mit vielen Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Ihre Hauptaktivitätszeit liegt in den Morgen- und Abendstunden.

Für Meerschweinchen, Kaninchen,Goldhamster und Ratten ist zu beachten, dass sie gerne nagen und Freilauf in der Wohnung somit nicht ganz ungefährlich ist.

Kanarienvögel und Wellensittiche sollten mindestens zu zweit gehalten werden und täglichen Freiflug genießen.

 

Dies ist nur ein Auszug aus den unterschiedlichen Bedürfnissen.

Nähere Auskünfte erhalten Sie auch über uns oder über die Internetseite des Deutschen Tierschutzbundes: siehe nebenstehenden Link

Doch eines sollte auf jeden Fall gelten: Ein „Tier aus zweiter Hand“ sollte die erste Wahl sein!

Denn damit leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Tierschutz!

Anschaffung eines Haustieres

 

Damit Haustiere nicht aus einer „Laune“ heraus vorschnell angeschafft werden und später  im Tierheim oder bei Tierschutzorganisationen landen, sollten Sie sich vor der Anschaffung eines Haustieres genau überlegen, welches Tier zu Ihnen passt und ob Sie dessen Bedürfnisse auch artgerecht erfüllen können.  Denn wenn man verantwortungsvoll mit den Tieren umgeht und ihre Bedürfnisse beachtet, können Tiere verlässliche und treue Partner des Menschen werden.

Denn nur dann können Sie die Voraussetzungen schaffen, damit sich das Tier im neuen Zuhause auch wohlfühlt.

Zunächst sollten Sie sich einige grundsätzliche Fragen stellen:

  • Haben Sie genügend Zeit für das Tier?
  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung des Tieres einverstanden?
  • Auch wenn Ihr Kind verspricht, sich um das Tier zu kümmern, sind Sie bereit es zu tun wenn Ihr Kind sein Versprechen nicht mehr hält?
  • Nicht nur die Anschaffung eines Tieres kostet Geld, auch der Unterhalt und die tierärztliche Versorgung – sind Sie bereit dazu?
  • Ist die Unterbringung und Versorgung des Tieres auch in einer möglichen Urlaubszeit gewährleistet?

 

Quelle: „Artgerechtes Katzenleben“ mit der freundlichen Genehmigung von Andrea Evenson

 

 

Tierärztlicher Notdienst

Tierklinik (24-Std.-Notdienst)

Die nachfolgende Klinik bietet einen 24-Stunden-Notdienst für alle Fälle.

Eine kurze telefonische Ankündigung ist auf jeden Fall hilfreich!

 

Tierärztliche Klinik am Kaiserberg

Wintgensstraße 81 – 83

47058 Duisburg

Tel.: 0203 – 305370

 

 

Die nachfolgenden Kliniken bieten einen zeitlich eingeschränkten Notdienst an:

 

Kleintierzentrum Asterlagen

Dr.-Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße 11

47228 Duisburg

Tel.: 02065 – 90380

 

 

Tiergesundheitszentrum Duisburg-Homberg

Öffnungszeiten: jeden Tag von 8:00-22:00 Uhr

Franzstraße 16

47198 Duisburg

Tel.: 02066 – 30659 oder 02066 – 37689

Dankeschön

Wir möchten   D A N K E   sagen:

  • allen Spendern und Sponsoren, die uns mit Geld- und Sachspenden unterstützen,
  • allen Geschäftsleuten und Firmen, die für uns Spenden sammeln,
  • allen Mitgliedern, mit denen wir immer rechnen können,
  • allen Helfern, die sich, egal, ob Wind, Regen oder Sonnenschein an unseren zahlreichen Ständen für uns einsetzen,
  • all denen, die für uns backen, basteln oder stricken,
  • all denen, die uns Preise für unsere Tombola zur Verfügung stellen,
  • all denen, die, egal ob Tag oder Nacht, für die Tiere im Einsatz sind,
  • all denen, die so regelmäßig und unermüdlich die Streunerkatzen und Futterstellen versorgen
  • einfach allen, die sich so sehr mit Herz und Liebe für den Tierschutz und das Wohlergehen der Tiere einsetzen.

Und ganz egal, wer was geleistet hat, es sind die vielen kleinen Dinge, die etwas Großes bewirken können!

Ohne Euch alle könnten wir das nicht leisten!

Ein riesengroßes   D A N K E   an euch alle !

 

 

Ein frohes Weihnachtsfest…

… hat uns ein junger Mann beschert. Marcel hat auf seine Weihnachtsgeschenke von seinen Eltern verzichtet und diesen Geldbetrag der Tierhilfe gespendet. Das hat sogar seine Mama Heike zu Tränen gerührt, die schon seit Jahren für die Tierhilfe Dinslaken-Voerde aktiv ist.

Ein ganz herzlicher Dank und Hut ab vor so viel Selbstlosigkeit.

 

 

Ein herzliches DANKESCHÖN von der Tierhilfe Dinslaken-Voerde e.V.

Die Tierhilfe Dinslaken-Voerde e.V. möchte sich ganz herzlich für die Unterstützung aller Tierfreunde bedanken. Durch die vielen helfenden Hände, Spenden, Sponsoren, Privat- und Geschäftsleute, die uns das ganze Jahr über geholfen hatten, konnten wir auch wieder vielen Tieren helfen.

Ein ganz besonderes DANKESCHÖN kommt von Kater Robin, der im Oktober 2018 schwer verletzt mit einem
kompliziert gebrochenen Oberschenkel gefunden wurde.

Durch die Spendenaktion war die aufwändige Operation überhaupt möglich. Auch die vielen Würmer in seinem Bauch sind endlich weg!
Und Robin hatte noch einmal Glück im Unglück: er hat endlich sein Für-immer-Zuhause gefunden bei seinen Pflegeeltern,
die sich nicht mehr von ihm trennen können, weil sie ihn so liebgewonnen haben. Robin ist mittlerweile geimpft und gechippt und bei FINDEFIX und TASSO angemeldet.

Im April 2019 musste er noch einmal zum Röntgen in die Tierklinik. Die Fraktur war gut verheilt und es wurde ein Stab vom Implantat entfernt.
Nachdem am Ostersamstag die Fäden gezogen wurden, kann er nun wieder seinen geliebten Garten unsicher machen.

In dieser langen Zeit hat Robin vermutlich zum ersten Mal regelmäßiges Futter bekommen, ein warmes Plätzchen im Haus erfahren, medizinische Hilfe erhalten,
streichelnde Hände erlebt, freundliche Menschen kennengelernt und vor allem ein eigenes Zuhause für immer bekommen.

 

Vielen Dank für alles!

 

Presse

Presseartikel

Nachfolgend einige „Tierhilfe-Artikel“ aus der lokalen Presse.

Verletzter Storch konnte gerettet werden

Am Samstag, den 03.08.2019, fiel Passanten ein verletzter Storch in einem Feld in Spellen auf, der zur Rheinstraße laufen wollte. Da nicht nur der Storch, sondern auch der Straßenverkehr dadurch gefährdet war, hatte sich eine Tierschützerin der Tierhilfe Dinslaken-Voerde e.V. und ihr Ehemann des Tieres angenommen.

Sie fingen ihn ein und brachten den Storch zum Tierarzt nach Schermbeck. Dort musste leider dem Vogel der Flügel amputiert werden. Am nächsten Tag konnte er zu Artgenossen in die Anholter Schweiz, wo er jetzt lebt.

Ein großer Dank gilt dem Ordnungsamt Voerde, das die Kosten hierfür anstandslos übernommen hat. Wir sind immer wieder froh, das Ordnungsamt Voerde zu haben, von denen wir jederzeit Hilfe erfahren. Auch ein Amt braucht mal ein Lob.

Veröffentlicht mit einem Artikel in der NRZ am 14.08.2019

 

 

Foto: Helmut Scheffler

Wer kann 25 Schafen ein neues Zuhause geben?

Normalerweise gibt Doris Knipping herrenlosen Tieren ein Zuhause. Doch diesmal wendet sich die Bestenerin an die Bevölkerung, um Personen zu finden, die bereit sind, einzelne oder mehrere Schafe einer 25-köpfigen Herde aufzunehmen, weil die bislang zur Verfügung stehende Freifläche nicht mehr genutzt werden kann.

Hier geht es weiter zu dem Artikel von „Schermbeck online“

 

 

Quelle: NRZ am 07.03.2019

 

Quelle: NRZ am 03.01.2019

 

NRZ vom 11.12.2017

 

Tierhilfe Dinslaken-Voerde: engagierte Hilfe für kleine und größere Not(felle)

DINSLAKEN/VOERDE. „Solange Menschen denken, dass Tiere nichts fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.“

Der Leitsatz der Tierhilfe Dinslaken-Voerde ist für die Vorsitzende Mareike Tiemann und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter enorm wichtig.

„Wenn ich in Not geratenen Tieren helfen kann, dann mache ich das. Das kann dann in speziellen Fällen auch ausnahmsweise mal grenzüberschreitend sein. In Duisburg oder anderswo“, erklärt die Tierliebhaberin.

Von Nadine Scholtheis

Seit 33 Jahren kümmert sich die Tierhilfe Dinslaken-Voerde liebevoll um Fundtiere, Notfälle und zu einem kleinen Teil auch um Vermittlungstiere. Eng arbeitet Mareike Tiemann und ihr Team dabei mit dem Tierheim Bottrop zusammen. Einen großen Teil der ehrenamtlichen Arbeit macht das Einfangen von wilden Katzen aus. „Diese werden dann von unseren kooperierenden Tierärzten kastriert und anschließend nach ca. 1-wöchigem Genesungsaufenthalt wieder freigelassen“, so Mareike Tiemann. „Manche Tiere, die mir besonders ans Herz gewachsen sind, versuche ich dann auch selbst in gute Hände zu vermitteln.“ Für die Arbeit mit den Tieren ist die Vorsitzende viel im Einsatz. Häufig sogar Tag und Nacht. Daher werden immer helfende Hände gesucht.

Wer Interesse hat, die Tierhilfe durch ehrenamtlichen Einsatz zu unterstützen, kann sich gerne bei Mareike Tiemann unter Ruf: 02858-6431 melden. Vorab kann man sich einen Überblick über die Arbeit des Vereins unter www.tierhilfe-dinslaken-voerde.eu machen. Dort finden sich auch die Angaben zur Beitrittserklärung sowie zum Spendenkonto.

Übrigens: Jeden 1. Mittwoch im Monat um 20 Uhr treffen sich die Mitglieder in der Gaststätte „Zur Kutsche” in Voerde, Grutkamp / Ecke Bahnhofstraße. Auch wer noch kein Mitglied ist, aber Interesse hat, den Verein kennen zu lernen, ist herzlich eingeladen mal vorbeizuschauen. Das nächste Treffen findet am 5. August statt.

In diesem Jahr ist die Tierhilfe bei mehreren Veranstaltungen mit einem Infostand vertreten. So auch bei den DIN-Tagen am 29. und 30. August, beim 2. Dinslakener Pfoten-Festival im Freibad Hiesfeld am 6. September, am 27. September beim Klöntag in Hiesfeld und zeitgleich am 27. September auch beim Gewerbefest in Voerde (Grenzstraße). Schauen Sie doch einfach mal vorbei!

(Quelle: Online-Ausgabe des Stadt-Panorama Duisburg vom 21.07.2015)

Wie sich eine Frau aus Gahlen für streunende Katzen einsetzt

Doris Knipping mit Kater Willi. Er ist inzwischen kastriert, einst streunte er am Marienhospital in Wesel um den Block. Sein Alter wird auf 15 Jahre geschätzt.Foto: Marc Albers

Doris Knipping engagiert sich für streunende Katzen. Ihr Antrieb: Sie hat das Elend der Tiere vor der eigenen Haustür beobachtet. Seitdem setzt sie sich für den Schutz der Tiere ein, lässt sie kastrieren und vermittelt die Streuner in liebevolle Hände. Es ist keine leichte Aufgabe.

Sie streunen über Campingplätze, durch Schrebergärten, über Friedhöfe und Industriegelände. Häufig geht es den Tieren elend, weil sie so viele sind, weil sie sich unkontrolliert vermehren. Eine, die das verhindern möchte, ist Doris Knipping. Die Gahlenerin verbringt Stunden auf Plätzen, um Streunerkatzen einzufangen und sie kastrieren zu lassen. Erst im Sommer hat sie auf einem Campingplatz in Gahlen einige Katzen gefangen, kastrieren lassen und 40 Junge in die Obhut eines Tierheims in Bottrop gegeben. „Manchmal ist es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt sie.

Eigentlich hat es mit der Suche nach einem neuen Hund begonnen. Doch statt des Hundezwingers zog Doris Knipping das Katzenhaus an. Dort blieb sie hängen und aus einer Beobachterin ist eine ehrenamtliche Mitarbeiterin im Bottroper Tierheim geworden. Und hier sah sie, wie schlecht manche Katzen zurecht waren. Die Bilder ließen sie nicht mehr los und so schaute sie sich zuhause in Gahlen um und entdeckte Katzen, die sie kastrieren ließ.

Manche Katzenpopulationen leben wie in südlichen Ländern

Nicht lang und Nachbarn und Freunde baten Doris Knipping um Hilfe. Und dann die Camper und Gartenbesitzer. „Ich war schockiert, als ich festgestellt habe, dass die Vermehrung nicht nur auf den Bauernhöfen stattfindet, sondern dass es hier Katzenpopulationen gibt, die leben wie in den südlichen Ländern“, berichtet die einstige Lehrerin.

Ihr Engagement ist zeitaufwendig. Sie fährt zu den Plätzen, wartet auf die Katzen und bemüht sich, sie zusammen mit ihren Babys einzufangen. Dann bringt sie sie zu einem Tierarzt, betreut sie nach der Operation und versucht sie anschließend weiterzuvermitteln. Und auch die Babys versucht sie bei Privatpersonen oder im Tierheim unterzubringen. Das wird immer schwieriger, die Tierheime sind voll.

Zusammenarbeit mit weiteren Tierschützern

Eine Zeit lang hat Doris Knipping die Kastrationen aus eigener Tasche gezahlt oder Spenden erhalten. Inzwischen arbeitet sie mit den Tierfreunden Bottrop und der Tierhilfe Dinslaken Voerde zusammen. Auch der Erlös des ersten Gahlener Bauernmarktes ging an die engagierte Frau.

Sie würde sich eine Kastrationspflicht wünschen, wie es sie in einigen Städten bereits gibt. Zudem kritisiert sie das Fütterverbot, das der Kreis Wesel ausgerufen hat. Hier gilt: Wer Streunerkatzen füttert, ist für sie verantwortlich und muss auch für die Kastration sorgen.

Doris Knipping befürwortet eher die kontrollierte Fütterung. Denn nur so kann sie auch die Katzen einfangen, um sie kastrieren zu lassen. Eine Kastration kostet zwischen 80 und 100 Euro – wer will das zahlen, wenn ihm die Katze nicht gehört?

Denise Ludwig

Quelle: Online-Ausgabe der NRZ – Der Westen vom 19.11.2013