Entlaufen – Tipps

Was tun, wenn mein Hund/meine Katze entlaufen ist?

Wichtig ist: RUHE BEWAHREN!

Hier ist eine Checkliste, die als Empfehlung dient:

Wichtige Grundregeln:

Ein Großteil der Haustiere kehrt in den ersten 36 Stunden an den Ort des Entlaufens zurück. Stellen Sie sicher, dass dort mindestens 36 Stunden eine dem Tier bekannte Person anwesend ist.

Zuhause weggelaufen oder in der Nähe? Öffnen Sie Türen und Tore, stellen Sie gutes Futter bereit.

Seien Sie immer telefonisch erreichbar, falls es schnellen Handlungsbedarf gibt.

Das Tier darf nicht verfolgt/gejagt werden. Nehmen Sie Kontakt zum Tier auf, wenn dieses es wünscht. Richten Sie umgehend an Sichtungspunkten Futterstellen ein. Notieren Sie Sichtungen mit genauer Ortsangabe und Uhrzeit. Geben Sie keine Sichtungen öffentlich bekannt.

Wichtige Stellen informieren:

FINDEFIX – Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes informieren.

TASSO 24h-Notruf – Hotline 06190/937300 – hier das Tier vermisst melden, weitere Empfehlungen bezüglich Suchplakate folgen.

Zuständiges Tierheim informieren.

Die örtliche Polizeistation informieren.

Ordnungsamt/Straßen NRW bezüglich Totfund.

Informationen ggf. an den zuständigen Jagdpächter.

Nutzen Sie das Internet/Facebook:

Die Gruppe „Vermisste/gefundene Katzen im Raum NRZ“ kann Ihnen mit weiteren Tipps weiterhelfen.

Verfassen Sie möglichst schnell einen Suchpost: Entlaufen – wann – wie – Foto – Telefonnummer bzw. PN.

Weisen Sie bitte darauf hin, dass das Tier nicht verfolgt/gejagt werden darf, nur Sichtungen gemeldet werden sollen, außer das Tier schließt sich einer Person an.

E-Bay Kleinanzeigen.

Nutzen Sie die Öffentlichkeit:

Verteilen Sie kurzfristig, im großen Umkreis, so viele Flyer wie möglich (z.B. Tassoflyer). Nicht jeder hat Facebook. Ein Flyer von vielen kann den ausschlaggebenden Hinweis geben, wo sich Ihr Tier aufhält.

Auf Facebook existieren viele Gruppen, in denen Fundtiere oder entlaufene Tiere gepostet werden können.

Falls Sie Ihr Tier vermissen oder Ihnen ein Tier zugelaufen ist, schauen Sie auch dort nach.

 

Katze entlaufen – was tun?

Sollte Ihre Katze entlaufen / verschwunden sein, suchen Sie zunächst in der näheren Umgebung nach ihr. (Dachboden, Kellerräume, auf dem eigenen Grundstück in Geräteschuppen o.ä.)

Oftmals sind Katzen sehr neugierig und schlüpfen z. B. auch unbemerkt in Nachbars Garage oder Gartenhaus. Fragen Sie Nachbarn und bitten um ihre Mithilfe und schauen Sie in dortigen Schuppen und Garagen nach.

In unübersichtlichen Räumen sollten Sie nach Möglichkeit ruhig öfter mal nachschauen, Katzen machen sich nicht unbedingt beim ersten mal bemerkbar und sind Fremden gegenüber schonmal scheu und verstecken sich.

Fertigen Sie Suchplakate und hängen Sie diese größflächig in der Umgebung auf.

Informieren Sie umliegende Tierheime, Tierschutzorganisationen, Tierärzte und auch Tierkliniken.

Auch das „Informationsbrett“ in Tierbedarfsgeschäften oder umliegenden  Supermärkten kann eine gute Stelle für Suchplakate sein.

Aber notieren Sie sich bitte, wo Sie überall die Suche gemeldet haben, damit Sie bei erfolgreicher Rückkehr Ihres Tieres auch alle Stellen wieder informieren können bzw. die Suchplakate auch wieder entfernen.

Auch wir helfen Ihnen natürlich gerne und veröffentlichen auch eine Vermisstenmeldung auf unserer Homepage. Kontakt in diesem Fall bitte per E-Mail.

Wenn Sie nach der Katze suchen, dann tun Sie dies auch unbedingt spät abends, wenn es ruhig ist. Dann hört die Katze eher ihr Rufen und auch das vertraute Rascheln mit der Futterdose.

Auch eine Suche über die lokale Presse kann Erfolg versprechen.

Fragen Sie auch bei den örtlichen Ordnungsbehörden nach oder bei der Polizei.
(Siehe hierzu auch unter der Sparte – Ansprechpartner Fundtiere)

 

Suchtipps für entlaufene Hunde

So können Sie bei der Suche nach Ihrem Hund vorgehen

Ein lachender Hund. © TASSO e.V.

​Etwa 33.700 bei TASSO registrierte Hunde entlaufen pro Jahr.

​Etwa 38.500 bei TASSO registrierte Hunde entlaufen pro Jahr. Es ist der Alptraum eines jeden Hundehalters: Vor Schreck oder weil er eine spannende Spur gefunden hat, entläuft der eigene Vierbeiner beim Spaziergang. Obwohl er eigentlich vorbildlich hört und noch nie weggelaufen ist.

Weil so etwas immer passieren kann, haben wir für Sie hilfreiche Tipps zusammengefasst, die bei der Suche nach Ihrem entlaufenen Hund helfen können. Der wichtigste Hinweis lautet immer: Ruhe bewahren. Natürlich handelt es sich um eine Ausnahmesituation, wenn der eigene Hund wegläuft, doch wenn nun auch der Tierhalter in Panik verfällt, macht dies die Lage noch schlimmer. Daher sollte man dem Hund auch nicht kopflos hinterherrennen. Es besteht keine Chance, ihn einzuholen und das Tier könnte noch mehr Angst bekommen, wenn nun auch noch die vertraute Person panisch hinter ihm herrennt. „Wir empfehlen Tierhaltern daher zunächst, an der Stelle zu bleiben, an der der Hund entlaufen ist“, sagt TASSO-Mitarbeiterin Sabrina Falke. „Häufig kommen die Hunde nach einer Zeit an genau diese Stelle zurück“, weiß sie zu berichten. Wenn der Vierbeiner auf der üblichen Gassirunde entlaufen ist, kann es auch sein, dass er den Weg nach Hause einschlägt. Am besten informieren Tierhalter von unterwegs aus eine weitere Person, die schaut, ob der Hund zurückgefunden hat.

Während des Wartens sollten wichtige Ansprechpartner informiert werden. Das bedeutet: Den Hund bei TASSO als entlaufen melden und auch der Polizei Bescheid geben. Letzteres sollte jedoch nicht über die Notrufnummer 110, sondern über die Nummer der jeweiligen Dienstelle geschehen, um den Notruf freizuhalten. Auch umliegende Tierheime sowie eventuell der Förster oder Jagdpächter sollten informiert werden.

Wer sich selbst vom Ort des Entlaufens aus auf die Suche begibt, sollte sternenförmig die Umgebung absuchen und immer wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren, bevor eine andere Richtung eingeschlagen wird. So kann der Hund einer geraden Geruchsspur folgen und wird zum Ausgangspunkt zurückgeleitet. Das funktioniert nicht, wenn sein Mensch kurz und quer umher läuft und überall Duftspuren hinterlässt. Wegen der Duftspuren sollten auch Autobahnen, Bahntrassen und andere gefährliche Orte gemieden werden. Denn es besteht die Gefahr, dass der Hund die Spur irgendwo aufnimmt, ihr folgt und sich in Gefahr begibt.

Wenn die Suche vor Ort schließlich erst einmal aufgegeben werden muss und der Tierhalter die Umgebung verlässt, kann es sinnvoll sein, ein Kleidungsstück mit einem vertrauten Geruch zurückzulassen. Wenn das Tier doch noch kommt, riecht es seinen Menschen und bleibt eher in der Nähe. „Ich rate den Tierhaltern zum Beispiel oft, Socken zurückzulassen“, sagt Sabrina Falke. „Das klingt zwar zunächst albern, aber sie riechen sehr intensiv nach dem Menschen und schließlich hat man ja meistens welche an.“

Weiterhin ist es sinnvoll, zu Hause das Gartentor offenstehen zu lassen, falls der Vierbeiner zum Beispiel in der Nacht noch zurückfindet. Auch hier kann ein nach dem vertrauten Mensch riechendes Kleidungsstück für den Hund ein wichtiges Zeichen dafür sein, dass er richtig ist.

Wenn das gesuchte Tier gesichtet wird, ist ebenfalls wieder Ruhe gefragt. Der Vierbeiner befindet sich in einer absoluten Ausnahmesituation und wird vermutlich nicht so reagieren wie sonst. Lautes Schreien und Weinen könnte ihn wieder wegtreiben. TASSO rät daher, sich betont ruhig zu verhalten, sich hinzuknien, dem Hund die Seite hinzuwenden und ihn ganz ruhig und vorsichtig anzulocken.

Natürlich passen diese Tipps nicht für jede Situation und es gibt noch viele weitere Kniffe, die bei der Suche nach einem entlaufenen Hund helfen können. Viele der Ratschläge haben schon zum Erfolg geführt. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale den betroffenen Tierhaltern im Ernstfall rund um die Uhr telefonisch zur Verfügung und helfen weiter.

Quelle: TASSO e.V.