Joschi

 

Joschi auf dem Weg ins Glück

JOSCHI in der Quarantäne

Bei einer Fang- und Kastrationsaktion auf einem Reiterhof im September 2017 ging uns unter anderem ein magerer,
zerzauster älterer Kater in die Falle.
Dieser Kater war sehr anhänglich und wurde wahrscheinlich dort in seinem hohen Alter ausgesetzt.
Unser Tierarzt schätzte ihn auf 16 – 17 Jahre.
Der arme Kater war bereits auf einem Auge blind, seine Füßchen vom Alter ganz ausgetreten.
Er musste erst einmal auf der Quarantänestation aufgepäppelt werden.
Wie sollte es nun weitergehen mit ihm?
Leider möchten nur wenige Menschen solch einen „alten Zausel“ zu sich nehmen…

Aber bei uns bleibt kein Tier namenlos und von nun an hieß er JOSCHI.

JOSCHI bekam immer wieder Besuch von einem Tierhilfemitglied,
bei dem er viel gestreichelt und dabei bereits einige „Dreadlocks“ ausgebürstet wurden.
Und irgendwann entschloss sich JOSCHI’s Besucherin, ihn zu sich zu holen und ihm noch einmal ein Zuhause zu geben.

Von nun an ging’s bergauf.
JOSCHI ist der Schmuser vom Dienst und fordert immer wieder seine Streicheleinheiten ein.
Er liegt am Liebsten auf der Fensterbank über der Heizung, wo er die Vögelchen draußen beobachten kann und genießt es,
nicht mehr um sein Futter kämpfen zu müssen.
Nein, er braucht sogar seinen eigenen speziellen Futterplatz – weitab von den anderen Tieren.
Sein Fell glänzt wieder und er hat schon wieder etwas zugelegt.
Aber das wichtigste ist: seine Lebensfreude ist durch die Liebe, die er erfährt, wieder zurück!
Und unsere Anne liebt ihn abgöttisch!

JOSCHI endlich Zuhause

Joschi hatte noch eine wunderschöne Zeit bei unserer Anne.
Leider musste er 2018 die Regenbogenbrücke ins Sternenland überschreiten.
Wir hoffen, dass er dort wieder munter und zufrieden mit allen anderen Tieren, die uns fehlen,
seine Zeit verbringt, bis man sich wiedersieht…

Robin

Robin – vom Pechvogel zum Glückspilz

Im April 2018 wurde die Tierhilfe gebeten, sich um einen unkastrierten Kater in Lohberg zu kümmern.
Sofort machte sich Heike mit der Lebendfalle auf den Weg. Und kaum stand die Falle, fand sich ein roter hungriger Kater auch ein.
Am nächsten Tag wurde dieser Kater kastriert und wie es so vielen heimatlosen Kater geht,
wurde er auch wieder dort ausgesetzt, wo man ihn gefunden hatte. Er ergriff sofort die Flucht und war froh, dass er wieder frei war.

Aber der große Hunger hielt an und so fand er sich nach einiger Zeit an einer Igelfütterstelle in einem anderen Garten ein.
Und wie das Leben so spielt, hatte man sich schnell an den ausgehungerten roten Besucher gewöhnt und gab ihm den Namen Robin.
Robin kam und ging, so wie er es wollte, doch Ende Oktober war er plötzlich verschwunden und man machte sich schon große Sorgen.
Nach 5 Tagen Suchen schleppte er sich an seinen Vorderbeinen ziehend durch den Garten.
Robin konnte nicht mehr laufen und wurde umgehend in die Tierklinik Asterlagen gebracht.
Dort wurde ein komplizierter Splitterbruch im Oberschenkel festgestellt und Robin musste operiert werden.
Der Oberschenkel wurde aufgeschnitten und der Bruch wurde mit einer Metallschiene,
einige Schrauben und einem Stab zur Stabilisierung versehen.
Die Kosten für die Behandlung wurden auf ca. 1.000 € geschätzt und die Tierhilfe Dinslaken-Voerde startete einen großen Spendenaufruf,
dem glücklicherweise viele liebe Menschen gefolgt sind.

 

So sah das Röntgenbild nach der Operation aus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und so sah Robin nach seiner OP aus

 

 

Robin kam von der Tierklinik zur Pflegestelle und musste bis Anfang Dezember in einer Box leben, da er nicht laufen konnte und durfte.
Am 6. Dezember 2019 bekam Robin ein ganz besonderes Nikolausgeschenk: er durfte nach langen 6 Wochen seinen Käfig verlassen
und endlich durch die Wohnung laufen.
Und da stellte sich auch heraus, warum er immer diese Riesenmengen Futter zu sich genommen und diesen leicht schielenden Blick hatte:
er hatte ganz viele Würmer in seinem Bauch, die einen Nickhautvorfall, furchtbaren Durchfall und ständigen Hunger verursachten.
Bald war auch die Entwurmung erfolgreich und Robin wurde geimpft, damit er sich nicht mehr mit schlimmen Krankheiten anstecken kann.
Danach gab es noch einen Piecks und er bekam einen Chip unter die Haut.
Robin wurde bei FINDEFIX und TASSO angemeldet und hatte von nun an ein eigenes Zuhause bei seinen Pflegestellenversagern, wo er für immer bleiben kann.

Endlich ein eigenes Zuhause für immer und Robin’s erstes Weihnachten

 

Robin erlebte sein erstes Weihnachten zu Hause und freundete sich mit seinen Katzenmitbewohnern an.
Ende Januar 2019 durfte er endlich wieder nach draußen in den Garten und freute sich wie Bolle!

Endlich wieder in den Garten!

 

Am 09.04.2019 musste Robin wieder zum Röntgen in die Tierklinik.
Dort wurde festgestellt, dass der Knochen gut verheilt war.
Am nächsten Tag wurde er wieder schlafen gelegt und operiert.
Ein Stab vom Implantat wurde entfernt. Das Implantat selbst verbleibt im Oberschenkel.
Am Ostersamstag konnten dann die Fäden gezogen werden und Robin durfte bei schönstem Wetter wieder in seinen Garten.
Jetzt muss nur noch das Fell nachwachsen und alles sieht wieder aus wie vor einem halben Jahr.
So lange hatte seine Genesung gedauert.

Robin ist ein wundervoller Kater.
Er hat alle Untersuchungen, die OP’s und sämtliche Strapazen seines „Unfalls“ ohne Murren über sich ergehen lassen.
Und er möchte sich noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die ihm geholfen hatten:

  • allen Tierärzten, die ihn durch ihr Fachwissen wieder gesund gemacht haben,
  • der Tierhilfe Dinslaken-Voerde e.V., die für ihn gesammelt haben,
  • seinen Dosenöffnern, die ihn kennen- und liebengelernt haben,
  • seinen neuen Mitbewohnern, den Katzenmädchen Merle, Samira und Nina und den Katzenkumpels George, Marley und Steinchen,
  • aber ganz besonders bei den lieben Menschen, die seine medizinische Versorgung durch Spenden ermöglicht haben.

Robin teilt sich mit seinem Kumpel Marley das Katzenminze-Kissen

 

Reptilien

 

Im Tierschutzzentrum Weidefeld, eine Einrichtung des Deutsche Tierschutzbundes e. V. , kümmern sich Tierpfleger/innen in den verschiedenen Einrichtungen um viele verschiedene Tiere – vom Affen bis zur Schlange.
Häufig kommen beschlagnahmte Tiere zu uns oder Tiere mit besonderen Ansprüchen, die anderswo keinen geeigneten Platz finden.

 

https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Bilder_Responsive/ORGANISATION/Weidefeld/Leopardgeco_2.jpg

 

Im Tierschutzzentrum Weidefeld, eine Einrichtung des Deutsche Tierschutzbundes, kümmern sich Tierpfleger/innen in den verschiedenen Einrichtungen um viele verschiedene Tiere – vom Affen bis zur Schlange.
Häufig kommen beschlagnahmte Tiere zu uns oder Tiere mit besonderen Ansprüchen, die anderswo keinen geeigneten Platz finden.
Im Tierschutzzentrum Weidefeld versorgen wir sie medizinisch, bieten ihnen artgerechte Rückzugsorte und sorgen später wenn möglich für die Auswilderung oder die Vermittlung bei Heimtieren.

 

https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Bilder_Responsive/ORGANISATION/Weidefeld/Bartagame.jpg

 

Auf insgesamt 400 Quadratmetern bietet die Reptilienstation im Tierschutzzentrum Weidefeld Reptilien, die beschlagnahmt, ausgesetzt oder abgegeben wurden, ein neues tiergerechtes Zuhause.
Die Station besteht aus großzügigen Volieren und Terrarien, einer Quarantäne- und Krankenstation, überdachten Freilauf- und Teichanlagen für Wasser- und Landschildkröten.

Immer häufiger landen Bartagamen, Nattern oder Schildkröten aus Privathaushalten in den Tierheimen, die eine artgerechte Unterbringung vor eine große Herausforderung stellt.
Mit der Reptilienstation will das Tierschutzzentrum Weidefeld die Tierheime entlasten.
Tiere, die Veterinärämter beschlagnahmen oder die Tierschutzvereine bisher aufgenommen haben, finden hier eine Unterkunft auf Zeit.
Langfristig sollen sie in sachkundige Hände vermittelt werden.

 

https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Bilder_Responsive/ORGANISATION/Weidefeld/Koenigspython_3.jpg

 

Reptilien, die nur schwer oder gar nicht mehr vermittelt werden können, bleiben dauerhaft in Weidefeld.
Mit ihnen wollen wir auf die Probleme bei der Haltung aufmerksam machen und gleichzeitig interessierten Privathaltern zeigen,
wie eine artgerechte Unterbringung möglich ist.
Die ersten Tiere sind im Januar 2017 eingezogen: ein Leopardgecko, zwei Kornnattern und zwei Königspythons aus dem Tierheim Essen
sowie zwei Bartagamen und zwei griechische Landschildkröten aus dem Tierheim Schleswig. 

 

https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/user_upload/Bilder_Responsive/ORGANISATION/Weidefeld/griechische_Landschildkroete.jpg

 

Quellen: Deutscher Tierschutzbund e. V.

 

Hühner, Enten und Gänse

Geschichte eines Hühnerlebens

Die ersten drei Bilder zeigen Hühner aus einem Legebetrieb, die normalerweise nach 1 Jahr, max 1,5 Jahren als „Legemaschine“ ausgedient haben und dann dem Schlachter zugeführt werden.

Denn nach dieser Zeit rechnet sich die Legeleistung im Verhältnis zu den Futterkosten nicht mehr. Die Tiere werden unrentabel.

Diese Hühnerdamen haben jedoch Glück gehabt und wurden von der Initiative „Rettet das Huhn“ übernommen. Diese Initiative finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

Die Hühner werden an private Hühnerhalter weitervermittelt. So wird den „ausgedienten“ Hochleistungs-Legehennen noch ein artgerechtes und glückliches Hühnerleben ermöglicht.

 

 

Und wie man hier sieht – sie gedeihen prächtig.

Viel Auslauf, viel frische Luft und Sonne.

Und vor allem – sie werden – auch wenn sie mal kein Ei legen – geliebt und gehätschelt 😉

   

Waldtiere / Igel

A C H T U N G !!!

Pflegestellen für Igel gesucht!

Wir suchen händeringend Menschen, die Erfahrung darin haben, Igel aufzupäppeln. Wer hat die Möglichkeit, Igel vorübergehend aufzunehmen und zu versorgen?

Wenn es kalt wird, suchen sich die meisten Igel einen geeigneten Unterschlupf zum Winterschlaf. Aber jetzt schon werden immer wieder schwache oder zu leichte Igel gefunden, die sich dringend noch ihren Winterspeck anfressen müssen, damit sie den Winter überstehen. Auch wenn ein Igel tagsüber umherläuft, ist das immer ein Alarmzeichen und Hilfe geboten.

Natürlich bieten wir unsere Hilfe und eine Anleitung an, falls Sie ein Neuling auf dem Gebiet Igel sind. Infos dazu finden Sie auch unter „Infos und Tipps – Wildtiere/Igel“.

Wir bitten Sie, sich direkt per E-Mail an uns zu wenden über hilfe@tierhilfe-dinslaken-voerde.eu oder rufen Sie uns an unter 02858 6431 (AB). Sollten wir nicht direkt zu erreichen sein, rufen wir Sie gerne zurück.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

 

(Mit freundlicher Genehmigung von Steffi vom Igel-NOT-Netzwerk – 22.10.2018)

 

(Mit freundlicher Genehmigung der Igelfreunde Ruhrgebiet)

 

GANZ WICHTIG FÜR DEN BESUCH BEIM TIERARZT:

 

Igel im Winter und allgemeine Tierfallen

Wer einen Igel findet, der unter 500 g wiegt, sollte sich mit der Igelhilfe, mit einem Tierarzt oder mit uns in Verbindung setzen, denn die Überwinterung sollte dann in geschützter Umgebung stattfinden.

Achtung Igelfalle: Ganz häufig sind Kellerschächte nicht bis an die Häusermauern mit Gitterrosten  abgedeckt, die Igel können dort hineinfallen und sich nicht mehr selbstständig befreien und werden qualvoll verenden.

Außerdem sollte jeder daran denken: Konserven-Dosen zusammenzudrücken, denn geraten die Igel einmal dort hinein, können sie selten wieder selbstständig dort heraus. Selbst Dosen, die ausgespült werden oder in gelben Säcken sind, werden von hungrigen Igeln inspiziert.

Das Interesse gilt übrigens auch Katzen.

Eine schreckliche Tierfalle sind auch nicht abgedeckte Regentonnen. Dort ist bei meiner Nachbarin ein Eichhörnchen qualvoll ertrunken. Ein simpler Tip – einfach ein Brett hineinstellen und die Tiere können sich selbst befreien.

AG “Welpenhandel”

Über 100 Hunde und Katzen beschlagnahmt:

Motiv der Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel.
Motiv der Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel.

AG „Welpenhandel“ warnt vor illegalem Geschäft auf Kosten der Tiere

Anlässlich der Hunde- und Katzenwelpen, die die Polizei Dienstagnacht aus einem Transport beschlagnahmte, warnt die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ erneut vor dem illegalen Geschäft mit den Tieren. Die 93 Hundewelpen und 21 Katzenwelpen waren bei der Kontrolle eines slowakischen Transporters auf der A8 an der Anschlussstelle Leonberg-West entdeckt worden. Die Tiere befinden sich nun zunächst im Tierheim Stuttgart – bis die Behörde entscheidet, ob sie zu ihren Besitzern zurück müssen oder in der Obhut des Tierschutzes bleiben können.

„Das illegale Geschäft mit den Welpen geht auf Kosten der Tiere“, sagt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir können nur appellieren: Kaufen Sie kein Tier über das Internet oder dubiose Anzeigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass illegaler Tierhandel dahintersteckt ist sehr wahrscheinlich.“

Das Geschäft mit Hundewelpen boomt. Vor allem Rassehunde, aber auch Mischlinge, werden immer wieder im Rahmen von Kontrollen entdeckt. Auch Katzen oder andere Tiere finden sich teilweise in den Transportern. Meist stammen die Tiere aus Osteuropa, wo sie unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet werden. Die Mutterhündinnen und Deckrüden leben meist in Verschlägen, ohne jegliche menschliche Zuwendung. Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht und viel zu früh, nach etwa 4 bis 6 Wochen, von ihren Welpen getrennt. Die frühe Trennung von der Mutter schwächt das Immunsystem der Welpen. Weil Impfungen und Parasitenbehandlungen fehlen, sind die meisten Welpen – wenn sie nach einem anstrengenden Transport an ihrem Bestimmungsort ankommen – ernsthaft krank. So ist auch der gesundheitliche Zustand der meisten Tiere aus dem aktuellen Fall bedenklich.

Über die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“

Die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ ist eine gemeinsame Initiative von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, TASSO e.V., dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), dem Deutschen Tierschutzbund, der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT) sowie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Mehr Informationen unter www.wuehltischwelpen.de.

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.)

Ware Hund

 

Ware Hund

Illegaler Handel mit Welpen!

Ein Riesengeschäft ist in Deutschland der Verkauf von Rassehunde zu Schleuderpreisen, die oftmals übers Internet angeboten werden. Man schätzt den Umsatz der „Massenware Hund“ zwischen mehreren Zehntausend auf bis zu 500.000 pro Jahr. Sie werden in „Vermehrungsstationen“ in osteuropäischen Ländern unter katastrophalen hygienischen Bedingungen geboren, die Mütter als „Geburtsmaschinen“ nach vielen kurz nacheinander erfolgenden Geburten einfach „entsorgt“.  Die oft viel zu jungen Welpen werden dann – illegal – ohne Entwurmung – ohne Papiere oder mit gefälschten Impfunterlagen – über die Grenzen geschleust.

Allein in diesem Jahr wurden mehrfach solche Welpen-Transporte von Polizei und Zoll gestoppt und die Tiere befreit. Die viel zu jungen Welpen werden auf diesen Touren in viel zu kleinen Käfigen oftmals eingespfercht im luftarmen Kofferraum mit zig anderen Welpen über Stunden auf ihrem Weg nach Deutschland unter katastrophalen Bedingungen transportiert.

Die „Ramschware Hund“ wird oftmals in Ostdeutschland unter katastrophalen Bedingungen gehalten und von echter und ehrlicher Zucht kann keine Rede sein. Es handelt sich um Welpenfabriken, in denen das Produkt „Hund“ nichts wert ist und entsprechend behandelt wird. Die Vermehrungsstationen sind dunkel, schmutzig, die Muttertiere haben teils noch nie Tageslicht gesehen. Sie haben oftmals Wunden und Verletzungen, die nicht behandelt werden. Die jungen Welpen sind meist krank.

Das Ergebnis: Ein reinrassiger Hund aus dieser Herkunft kostet vielleicht 150 €! Faire Händler aus Deutschland nehmen dafür dann vielleicht 1.000 €!

Den Unterschied sehen sie nicht im ersten Moment beim Tier selbst, aber wenn sie ein Stück weiter hinter die Kulisse schauen – und skeptischer sind!

Doch leider lockt noch viele der Preisunterschied. Und für viele ist ein Rassehund noch immer ein Statussymbol. Momentan sind Chihuahuas und französische Bulldogen gerade sehr „trendig“!

Daher die Bitte an alle, fallen Sie nicht auf solche Tierhändler rein, informieren Sie sich ausgiebig und rationell über die Haltungsbedingungen und Herkunft des Tieres anstatt über niedliche Welpenbilder vorschnell Entscheidungen zu treffen, die Sie später vielleicht bereuen.

Und denken Sie immer daran: Im Tierschutz und in Tierheimen gibt es sehr viele Hunde, auch Rassehunde, die auf ein schönes Zuhause warten. Fördern Sie auf keinen Fall den illegalen Welpenhandel mit der „Ware Hund“.

Wühltischwelpen

In Kleinanzeigen und im Internet werden viele Hundewelpen angeboten, die aus Hundefabriken aus dem Ausland stammen. Händler werben damit, eine große Auswahl verschiedener (Mode-)Rassen anbieten zu können. Oft werden die jungen Hunde sehr günstig angeboten, aber mittlerweile versuchen sich illegale Hundehändler auch als seriöse Züchter auszugeben und verlangen höhere Preise. Das Leid dieser Welpen ist immens. Sie werden meist viel zu früh von der Mutter getrennt, so dass die für Hunde sehr wichtige Sozialisierung nicht stattfinden kann. Anstatt während der Prägephase zwischen der achten und zwölften Lebenswoche an ihre zukünftigen Hundehalter übergeben zu werden, bleiben die Welpen bei den illegalen Tierhändlern in der Regel nur zwei bis vier Wochen bei der Mutter. Die Folge: Massive Verhaltensprobleme der Tiere, zum Teil bis ins Erwachsenenalter.

Beschlagnahmter Welpentransport. © Deutscher Tierschutzbund Landesverband Bayern

Viele Welpen sind von den langen Transporten geschwächt und kaum überlebensfähig. Meist werden sie weder entwurmt noch mit den lebenswichtigen Impfungen abgegeben. Auch fehlen bei der Einfuhr nach Deutschland häufig die Kennzeichnung durch Mikrochip und Begleitpapiere wie der Heimtierausweis – oder die Papiere sind gefälscht. Zuhause beim Käufer angekommen, werden die Welpen schnell schwer krank, viele sterben trotz intensivmedizinischer Behandlung. Weil die neuen Hundebesitzer die immensen Kosten der nötigen tierärztlichen Behandlung nicht aufbringen können, landen kranke Tiere oft im Tierheim. Decken Polizei und Veterinäramt einen illegalen Handel auf und beschlagnahmen Tiere, müssen die Tierheime oft viele kranke Hunde gleichzeitig aufnehmen – eine Mammutaufgabe.

Das Leid der Elterntiere in der Vermehrerzucht

Das grausame Geschäft mit den Welpen führt auch zu erheblichem Leid bei den Elterntieren. Die Mutterhündinnen werden oft über Jahre hinweg als „Gebärmaschinen“ missbraucht, den Rüden werden Hormone gespritzt, damit sie immer wieder decken können. Die Hunde vegetieren in kleinen Zwingern vor sich hin – ohne Tageslicht, ohne Kontakt zu anderen Tieren, ohne Umwelteindrücke und -geräusche, ohne menschliche Zuneigung und ohne je eine Pfote auf eine Wiese oder einen Waldboden gesetzt zu haben.

Deckrüden

Dieser Rüde ist sichtlich verwahrlost und von seinem Schicksal gezeichnet. © Berner Sennenhunde in Not e.V.
Dieser Rüde ist sichtlich verwahrlost und von seinem Schicksal gezeichnet. © Berner Sennenhunde in Not e.V.

Die Rüden leben jahrelang in Einzelhaltung, werden mit Hormonen vollgepumpt und mit Gewalt wie Tritten oder Stromschlägen zum Decken gezwungen.  Danach werden sie direkt wieder eingesperrt und kommen erst zum nächsten Deckakt wieder aus ihrem Verschlag heraus. Sie sind deshalb oft noch stärker traumatisiert als die Hündinnen.

Mutterhündinnen

Auch die Zuchthündinnen werden nicht wie Lebewesen sondern wie Produktionsmaschinen behandelt. Sie werden in jeder Läufigkeit neu gedeckt. In seriösen Zuchten werden die Hündinnen maximal einmal im Jahr gedeckt, das bedeutet, dass sie meistens in einer Läufigkeit leer bleiben. Die „Züchter“ achten weder auf eine spezielle Ernährung, die trächtige und säugende Hunde brauchen, noch impfen oder entwurmen sie die Tiere. Ihre Welpen müssen die Hündinnen auf Betonböden zur Welt bringen und ihren Wurf auch dort großziehen – bis er ihnen viel zu früh entrissen wird.

Die Mutterhündinnen fristen ein Leben hinter Gittern. © Berner Sennenhunde in Not e.V.
Die Mutterhündinnen fristen ein Leben hinter Gittern. © Berner Sennenhunde in Not e.V.

Krankheiten

Die Hündinnen leiden unter der enormen körperlichen Belastung und unter Krankheiten, die durch die schlechte Haltung und fehlende Pflege entstehen, wie Milben, Wurmbefall, kahle entzündete und offene Hautstellen, Fehlstellungen der Gliedmaßen, Tumore, Gebärmutter-Entzündungen und Zysten. Für die Zucht ausgewählt werden sie nach Schönheit und nicht danach, ob sie gesund sind. Auch eine mögliche erbliche Vorbelastung wird nicht geprüft. Die Welpen leiden daher oft unter rassetypische Erb-Krankheiten und den Folgen von Gen-Defekten.

Ohne Zukunft?

Erbringen die Tiere nicht mehr die nötige Leistung, werden sie meist einfach entsorgt oder getötet. Schaffen es Tierschutzvereine, die Hunde aus diesen Stationen zu retten, leben sie meistens nicht mehr länger als zwei bis drei Jahre, weil die Folgen dieser Haltung sie körperlich ausgelaugt haben. Viele Hunde sind so traumatisiert, dass sie Menschen nie wieder vertrauen. Es gibt auch Tiere, die sich mit viel Liebe und Geduld Schritt für Schritt wieder Menschen öffnen können. Das dauert aber oft Jahre und ist ein sehr zerbrechlicher Prozess. Trotzdem haben all diese Hunde ohne Zweifel eine zweite Chance verdient.

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.)

Alltäglicher Tierschutz

Tierschutz beginnt im ganz Alltäglichen…

… und jeder kann etwas bewirken, wenn man einiges bedenkt und beachtet:

Lebensmittel:

  • Kaufen Sie Lebensmittel bewusster ein (schränken Sie Ihren Fleischkonsum ein, achten Sie auf seriöse Bio-Siegel, verzichten Sie auf Billigfleisch).
  • Schauen Sie genauer hin (Begriffe wie z. B.  „Deutsches Qualitätsfleisch“, „aus kontrollierter Herstellung“, „aus der Region“, „bäuerlich“, „naturnah“ sind rechtlich nicht geschützt und besagen rein gar nichts, außer den Verbraucher mit erfundenen Qualitätsbezeichnungen zu täuschen).
  • Achten Sie auf versteckte Inhaltsstoffe: (oftmals sind in Fertigprodukten Eier aus Käfighaltung verarbeitet, Gelatine aus Tierprodukten oder auch neuartige Farb- und Konservierungsstoffe enthalten, die in Tierversuchen getestet wurden).
  • Bereiten Sie nach Möglichkeit Ihre Gerichte und Süßspeisen möglichst frisch zu, dann haben Sie den besten Überblick über die Inhaltsstoffe.
  • Auch in Bezug auf Milchprodukte achten Sie bitte auf das Bio-Siegel oder kaufen Sie Fisch nur aus nachhaltiger Fischerei.

Kleidung:

  • Es gibt zum klassischen Tier-Lederschuh oder zum Woll-Pullover aus Angorawolle oder australischer Schafswolle auch Alternativen aus synthetischem Leder oder Baumwolle.
  • Verzichten Sie auf Tier-Pelze oder modische Tier-Pelzbesätze beim Mänteln, Taschen, Jacken, Handschuhen usw.
  • Auch bei den alltäglichen Bedarfsgegenständen (Haushaltsreiniger, Imprägniermittel usw.) muss es nicht immer das neueste Produkt sein. Denn bei der Verwendung von immer neuen chemischen Zusätzen, Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen wird die Verträglichkeit neuer Substanzen in Bezug auf giftige Inhaltsstoffe, Allergieauslösung oder Schleimhautreizung oftmals bei Tierversuchen getestet.

Kosmetik:

  • Es gibt eine Kosmetik-Positivliste (Produkte ohne Tierversuche) herausgegeben vom Deutschen Tierschutzbund. Nähere Informationen erfahren Sie über den Link des Deutschen Tierschutzbundes.