AG “Welpenhandel”

Über 100 Hunde und Katzen beschlagnahmt:

Motiv der Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel.

Motiv der Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel

 

AG „Welpenhandel“ warnt vor illegalem Geschäft auf Kosten der Tiere

Anlässlich der Hunde- und Katzenwelpen, die die Polizei Dienstagnacht aus einem Transport beschlagnahmte, warnt die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ erneut vor dem illegalen Geschäft mit den Tieren. Die 93 Hundewelpen und 21 Katzenwelpen waren bei der Kontrolle eines slowakischen Transporters auf der A8 an der Anschlussstelle Leonberg-West entdeckt worden. Die Tiere befinden sich nun zunächst im Tierheim Stuttgart – bis die Behörde entscheidet, ob sie zu ihren Besitzern zurück müssen oder in der Obhut des Tierschutzes bleiben können.

„Das illegale Geschäft mit den Welpen geht auf Kosten der Tiere“, sagt Andrea Furler-Mihali, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir können nur appellieren: Kaufen Sie kein Tier über das Internet oder dubiose Anzeigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass illegaler Tierhandel dahintersteckt ist sehr wahrscheinlich.“

Das Geschäft mit Hundewelpen boomt. Vor allem Rassehunde, aber auch Mischlinge, werden immer wieder im Rahmen von Kontrollen entdeckt. Auch Katzen oder andere Tiere finden sich teilweise in den Transportern. Meist stammen die Tiere aus Osteuropa, wo sie unter tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet werden. Die Mutterhündinnen und Deckrüden leben meist in Verschlägen, ohne jegliche menschliche Zuwendung. Die Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht und viel zu früh, nach etwa 4 bis 6 Wochen, von ihren Welpen getrennt. Die frühe Trennung von der Mutter schwächt das Immunsystem der Welpen. Weil Impfungen und Parasitenbehandlungen fehlen, sind die meisten Welpen – wenn sie nach einem anstrengenden Transport an ihrem Bestimmungsort ankommen – ernsthaft krank. So ist auch der gesundheitliche Zustand der meisten Tiere aus dem aktuellen Fall bedenklich.

Über die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“

Die Arbeitsgemeinschaft „Welpenhandel“ ist eine gemeinsame Initiative von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, TASSO e.V., dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), dem Deutschen Tierschutzbund, der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT) sowie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Mehr Informationen unter www.wuehltischwelpen.de.

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.)

Ware Hund

 

Ware Hund

Illegaler Handel mit Welpen!

Ein Riesengeschäft ist in Deutschland der Verkauf von Rassehunde zu Schleuderpreisen, die oftmals übers Internet angeboten werden. Man schätzt den Umsatz der „Massenware Hund“ zwischen mehreren Zehntausend auf bis zu 500.000 pro Jahr. Sie werden in „Vermehrungsstationen“ in osteuropäischen Ländern unter katastrophalen hygienischen Bedingungen geboren, die Mütter als „Geburtsmaschinen“ nach vielen kurz nacheinander erfolgenden Geburten einfach „entsorgt“.  Die oft viel zu jungen Welpen werden dann – illegal – ohne Entwurmung – ohne Papiere oder mit gefälschten Impfunterlagen – über die Grenzen geschleust.

Allein in diesem Jahr wurden mehrfach solche Welpen-Transporte von Polizei und Zoll gestoppt und die Tiere befreit. Die viel zu jungen Welpen werden auf diesen Touren in viel zu kleinen Käfigen oftmals eingespfercht im luftarmen Kofferraum mit zig anderen Welpen über Stunden auf ihrem Weg nach Deutschland unter katastrophalen Bedingungen transportiert.

Die „Ramschware Hund“ wird oftmals in Ostdeutschland unter katastrophalen Bedingungen gehalten und von echter und ehrlicher Zucht kann keine Rede sein. Es handelt sich um Welpenfabriken, in denen das Produkt „Hund“ nichts wert ist und entsprechend behandelt wird. Die Vermehrungsstationen sind dunkel, schmutzig, die Muttertiere haben teils noch nie Tageslicht gesehen. Sie haben oftmals Wunden und Verletzungen, die nicht behandelt werden. Die jungen Welpen sind meist krank.

Das Ergebnis: Ein reinrassiger Hund aus dieser Herkunft kostet vielleicht 150 €! Faire Händler aus Deutschland nehmen dafür dann vielleicht 1.000 €!

Den Unterschied sehen sie nicht im ersten Moment beim Tier selbst, aber wenn sie ein Stück weiter hinter die Kulisse schauen – und skeptischer sind!

Doch leider lockt noch viele der Preisunterschied. Und für viele ist ein Rassehund noch immer ein Statussymbol. Momentan sind Chihuahuas und französische Bulldogen gerade sehr „trendig“!

Daher die Bitte an alle, fallen Sie nicht auf solche Tierhändler rein, informieren Sie sich ausgiebig und rationell über die Haltungsbedingungen und Herkunft des Tieres anstatt über niedliche Welpenbilder vorschnell Entscheidungen zu treffen, die Sie später vielleicht bereuen.

Und denken Sie immer daran: Im Tierschutz und in Tierheimen gibt es sehr viele Hunde, auch Rassehunde, die auf ein schönes Zuhause warten. Fördern Sie auf keinen Fall den illegalen Welpenhandel mit der „Ware Hund“.

Wühltischwelpen

In Kleinanzeigen und im Internet werden viele Hundewelpen angeboten, die aus Hundefabriken aus dem Ausland stammen. Händler werben damit, eine große Auswahl verschiedener (Mode-)Rassen anbieten zu können. Oft werden die jungen Hunde sehr günstig angeboten, aber mittlerweile versuchen sich illegale Hundehändler auch als seriöse Züchter auszugeben und verlangen höhere Preise. Das Leid dieser Welpen ist immens. Sie werden meist viel zu früh von der Mutter getrennt, so dass die für Hunde sehr wichtige Sozialisierung nicht stattfinden kann. Anstatt während der Prägephase zwischen der achten und zwölften Lebenswoche an ihre zukünftigen Hundehalter übergeben zu werden, bleiben die Welpen bei den illegalen Tierhändlern in der Regel nur zwei bis vier Wochen bei der Mutter. Die Folge: Massive Verhaltensprobleme der Tiere, zum Teil bis ins Erwachsenenalter.

Beschlagnahmter Welpentransport. © Deutscher Tierschutzbund Landesverband Bayern

Viele Welpen sind von den langen Transporten geschwächt und kaum überlebensfähig. Meist werden sie weder entwurmt noch mit den lebenswichtigen Impfungen abgegeben. Auch fehlen bei der Einfuhr nach Deutschland häufig die Kennzeichnung durch Mikrochip und Begleitpapiere wie der Heimtierausweis – oder die Papiere sind gefälscht. Zuhause beim Käufer angekommen, werden die Welpen schnell schwer krank, viele sterben trotz intensivmedizinischer Behandlung. Weil die neuen Hundebesitzer die immensen Kosten der nötigen tierärztlichen Behandlung nicht aufbringen können, landen kranke Tiere oft im Tierheim. Decken Polizei und Veterinäramt einen illegalen Handel auf und beschlagnahmen Tiere, müssen die Tierheime oft viele kranke Hunde gleichzeitig aufnehmen – eine Mammutaufgabe.

Das Leid der Elterntiere in der Vermehrerzucht

Das grausame Geschäft mit den Welpen führt auch zu erheblichem Leid bei den Elterntieren. Die Mutterhündinnen werden oft über Jahre hinweg als „Gebärmaschinen“ missbraucht, den Rüden werden Hormone gespritzt, damit sie immer wieder decken können. Die Hunde vegetieren in kleinen Zwingern vor sich hin – ohne Tageslicht, ohne Kontakt zu anderen Tieren, ohne Umwelteindrücke und -geräusche, ohne menschliche Zuneigung und ohne je eine Pfote auf eine Wiese oder einen Waldboden gesetzt zu haben.

Deckrüden

Dieser Rüde ist sichtlich verwahrlost und von seinem Schicksal gezeichnet. © Berner Sennenhunde in Not e.V.

© Berner Sennenhunde in Not e.V.

Dieser Rüde ist sichtlich verwahrlost und von seinem Schicksal gezeichnet.

Die Rüden leben jahrelang in Einzelhaltung, werden mit Hormonen vollgepumpt und mit Gewalt wie Tritten oder Stromschlägen zum Decken gezwungen.  Danach werden sie direkt wieder eingesperrt und kommen erst zum nächsten Deckakt wieder aus ihrem Verschlag heraus. Sie sind deshalb oft noch stärker traumatisiert als die Hündinnen.

Mutterhündinnen

Auch die Zuchthündinnen werden nicht wie Lebewesen sondern wie Produktionsmaschinen behandelt. Sie werden in jeder Läufigkeit neu gedeckt. In seriösen Zuchten werden die Hündinnen maximal einmal im Jahr gedeckt, das bedeutet, dass sie meistens in einer Läufigkeit leer bleiben. Die „Züchter“ achten weder auf eine spezielle Ernährung, die trächtige und säugende Hunde brauchen, noch impfen oder entwurmen sie die Tiere. Ihre Welpen müssen die Hündinnen auf Betonböden zur Welt bringen und ihren Wurf auch dort großziehen – bis er ihnen viel zu früh entrissen wird.

Die Mutterhündinnen fristen ein Leben hinter Gittern. © Berner Sennenhunde in Not e.V.

© Berner Sennenhunde in Not e.V.

Die Mutterhündinnen fristen ein Leben hinter Gittern.

Krankheiten

Die Hündinnen leiden unter der enormen körperlichen Belastung und unter Krankheiten, die durch die schlechte Haltung und fehlende Pflege entstehen, wie Milben, Wurmbefall, kahle entzündete und offene Hautstellen, Fehlstellungen der Gliedmaßen, Tumore, Gebärmutter-Entzündungen und Zysten. Für die Zucht ausgewählt werden sie nach Schönheit und nicht danach, ob sie gesund sind. Auch eine mögliche erbliche Vorbelastung wird nicht geprüft. Die Welpen leiden daher oft unter rassetypische Erb-Krankheiten und den Folgen von Gen-Defekten.

Ohne Zukunft?

Erbringen die Tiere nicht mehr die nötige Leistung, werden sie meist einfach entsorgt oder getötet. Schaffen es Tierschutzvereine, die Hunde aus diesen Stationen zu retten, leben sie meistens nicht mehr länger als zwei bis drei Jahre, weil die Folgen dieser Haltung sie körperlich ausgelaugt haben. Viele Hunde sind so traumatisiert, dass sie Menschen nie wieder vertrauen. Es gibt auch Tiere, die sich mit viel Liebe und Geduld Schritt für Schritt wieder Menschen öffnen können. Das dauert aber oft Jahre und ist ein sehr zerbrechlicher Prozess. Trotzdem haben all diese Hunde ohne Zweifel eine zweite Chance verdient.

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.)

Alltäglicher Tierschutz

Tierschutz beginnt im ganz Alltäglichen…

… und jeder kann etwas bewirken, wenn man einiges bedenkt und beachtet:

Lebensmittel:

  • Kaufen Sie Lebensmittel bewusster ein (schränken Sie Ihren Fleischkonsum ein, achten Sie auf seriöse Bio-Siegel, verzichten Sie auf Billigfleisch).
  • Schauen Sie genauer hin (Begriffe wie z. B.  „Deutsches Qualitätsfleisch“, „aus kontrollierter Herstellung“, „aus der Region“, „bäuerlich“, „naturnah“ sind rechtlich nicht geschützt und besagen rein gar nichts, außer den Verbraucher mit erfundenen Qualitätsbezeichnungen zu täuschen).
  • Achten Sie auf versteckte Inhaltsstoffe: (oftmals sind in Fertigprodukten Eier aus Käfighaltung verarbeitet, Gelatine aus Tierprodukten oder auch neuartige Farb- und Konservierungsstoffe enthalten, die in Tierversuchen getestet wurden).
  • Bereiten Sie nach Möglichkeit Ihre Gerichte und Süßspeisen möglichst frisch zu, dann haben Sie den besten Überblick über die Inhaltsstoffe.
  • Auch in Bezug auf Milchprodukte achten Sie bitte auf das Bio-Siegel oder kaufen Sie Fisch nur aus nachhaltiger Fischerei.

Kleidung:

  • Es gibt zum klassischen Tier-Lederschuh oder zum Woll-Pullover aus Angorawolle oder australischer Schafswolle auch Alternativen aus synthetischem Leder oder Baumwolle.
  • Verzichten Sie auf Tier-Pelze oder modische Tier-Pelzbesätze beim Mänteln, Taschen, Jacken, Handschuhen usw.
  • Auch bei den alltäglichen Bedarfsgegenständen (Haushaltsreiniger, Imprägniermittel usw.) muss es nicht immer das neueste Produkt sein. Denn bei der Verwendung von immer neuen chemischen Zusätzen, Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen wird die Verträglichkeit neuer Substanzen in Bezug auf giftige Inhaltsstoffe, Allergieauslösung oder Schleimhautreizung oftmals bei Tierversuchen getestet.

Kosmetik:

  • Es gibt eine Kosmetik-Positivliste (Produkte ohne Tierversuche) herausgegeben vom Deutschen Tierschutzbund. Nähere Informationen erfahren Sie über den Link des Deutschen Tierschutzbundes.

Vermisste Tiere

Wir helfen gerne, wenn es darum geht ein vermisstes Haustier wieder zu finden.

Wir veröffentlichen gerne auch Ihre Suchmeldung.

Kontakt bitte per E-Mail:  hilfe@tierhilfe-dinslaken-voerde.eu

 


 

Wo ist Raja?

Mitte Juli 2019 stand versehentlich die Balkontüre offen und Raja war verschwunden.

Die kleine Raja ist ca. 4 Jahre, eine reine Wohnungskatze und kennt sich draußen nicht aus. Sie wurde zuletzt in 46562 Voerde auf der Ostlandstraße gesehen.

Falls Sie Raja gesehen haben, melden Sie sich bitte unter der Telefon-Nr. +49 157 71366407

Wir vermissen sie so sehr!



 



 


IMMER NOCH VERMISST!
Wir suchen seit dem 6. März 2019 Mi. Hat jemand die dunkelgetigerte Katze Mi an einem Futterplatz oder im Garten im Fürener/Weseler Gebiet gesehen? Hat sie sich ein neues Zuhause gesucht?


 


Immer noch vermisst: Graupapagei Jule

Papagei Jule

Vermisst: Graupapagei JULE

Datum: 27.09.2017
Uhrzeit: 19.20 Uhr
Strasse: Flürener Weg
PLZ / Ort: 46487 Wesel-Flüren

Tier: Papagei
Art: Kongo-Graupapagei

Bitte JEDE Sichtung unter +49 179 6281579 oder +49 281 71293 melden!
Eine Belohnung ist ausgesetzt!

Jule ist krank und benötigt dringend Spezialnahrung und Medikamente!

 


Immer noch vermisst: Katze Mia

Katze Mia

Entlaufen!

Am Sonntagabend, den 06.08.2017 ca 17 Uhr ist Mia entlaufen.

In Dinslaken, Bereich Claudiastraße, Johannastraße, Wilmastraße, Marthastraße.

Sie ist zwischenzeitlich im Bergpark Lohberg gesichtet worden. Sie könnte sich auch in ihrem vorherigen Umfeld in Duisburg-Walsum/Vierlinden aufhalten.

Sie ist 3-farbig, sehr schlank, scheu.

Wer sie gesehen hat oder ggf. sie zum Tierheim gebracht oder abholen lassen hat, möchte sich bitte bei mir melden unter

Tel.: +49 177 522 63 05 oder thie71@web.de

Zugelaufen – Tipps

Katze gefunden – was tun?

 

 

Da Katzen auch mal gerne ihr Revier großräumig erkunden ist nicht gleich jede Katze in Ihrem Garten eine Fundkatze.

Auch wenn eine Katze ein Zuhause hat, so ist sie oftmals nicht abgeneigt auch mal anderweitig nach Leckerchen zu betteln oder Streicheleinheiten einzufordern.

Daher sollte das Tier zunächst beobachtet werden, ob es gepflegt und gut genährt aussieht.

Akuter Handlungsbedarf besteht allerdings, wenn die Katze sehr abgemagert ist, einen sehr ungepflegten Eindruck macht, es offene Wunden gibt oder die Katze sonstige Verletzungen hat.

Dann ist die örtliche Ordnungsbehörde oder aber die Polizei die erste Stelle um Fundtiere zu melden. Ansonsten natürlich auch das örtliche Tierheim oder die örtliche Tierschutzorganisation. (Siehe hierzu auch unter der Sparte  – Ansprechpartner Fundtiere)

Vielleicht wird das Tier ja irgendwo vermisst – gleichen Sie ggf. Suchmeldungen vermisster Tiere ab.

Und ganz wichtig im Falle eines Fundtieres: Lassen Sie auf jeden Fall überprüfen, ob die Katze ggf. gechipt ist oder tätowiert.

Dies kann von jedem Tierarzt – kostenlos – überprüft werden.

Ansprechpartner Fundtiere

 

Das zuständige Fund-Tierheim der Stadt Dinslaken ist:

Tierpension Sandforter Hof
Dr. Pagel GmbH & Co. KG
Abt. Tierheim
In Sandfort 19
47441 Moers

Telefon: +49 2841 780789
Fax: +49 2841 780786
Email: Tierheim@sandforter-hof.de
www.tierheim-sandforter-hof.de

 

Das zuständige Fund-Tierheim der Stadt Voerde und der Gemeinde Hünxe ist:

Tierheim Wesel
An der Lackfabrik 4-6
46485 Wesel

Telefon und Fax: +49 281 56699
E-Mail: info@tierheim-wesel.de
www.tierheim-wesel.de


Sonstige Ansprechpartner im Falle eines Fundtieres sowie eines vermissten Tieres sind die örtlichen Ordnungsbehörden:

 

Stadt Dinslaken
Fachdienst Allgemeine Ordnung
Ansprechpartner: Frau Tina Pryka

Telefon: +49 2064 66 628 (Durchwahl)
E-Mail: Tina.Pryka@dinslaken.de

 

Stadt Voerde
– Amt 32 – Ordnung- und Meldeabteilung
Ansprechpartner: Frau Gisela Hesselmann

Telefon: +49 28 55 80 2 89 (Durchwahl)
E-Mail: gisela.hesselmann@voerde.de

 

Gemeinde Hünxe
Dorstener Str. 24
46569 Hünxe

Telefon: +49 2858 69 0
Fax: +49 2858 69 222

E-Mail: info@huenxe.de


Außerhalb der Dienstzeit der Ordnungsbehörden können Fundtiere auch bei den örtlichen Polizeiwachen gemeldet werden:

 

Polizei Dinslaken, Wilhelm-Lantermann-Straße 73, 46535 Dinslaken, Telefon: +49 2064 6220

Polizei Voerde, Frankfurter Straße 347, 46562 Voerde, Telefon: +49 28 55 9 63 80

Polizei Hünxe, Hünxer Straße 22, 46569 Hünxe, Telefon: +49 2858 918100

Nachdenkliches . . .

WIE KONNTEST DU NUR ??????
Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich “dein Kind” und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich “ermordete”, wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich “ungezogen” war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: “Wie konntest Du?” – aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen.
Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, “zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund”, sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.
Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um “Karriere” zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen “menschlichen Partner” finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein “Hundeliebhaber”, aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst!
Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein “Gefangener der Liebe”. Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze.
Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst.
Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit “Ja” und wechselst das Thema. Ich war früher “Dein Hund” und bin heute “nur ein Hund”!
Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der “ich” deine Familie war.
Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde . Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit “Papieren”, Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie “Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!” Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, “guten Platz” für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich … “Wie konntest Du?”
Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tage. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde.
Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab.
Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: “Wie konntest Du?”. Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, “Es tut mir leid!”. Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.
Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein “Wie konntest Du?”, nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.
Einige Worte des Autors: Wenn “Wie konntest Du?” Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen.
aus „Saupacker vom Temnitztal“